Warum nicht das Hobby, die Leidenschaft zum Beruf machen?

Nachdem ich die Wohnung meines Kollegen so schön gestaltet habe, bekomme ich immer mehr Anfragen und Bitten um Beratung bei der Einrichtung und Gestaltung von Wohnungen. Fast täglich ruft ein Kollege an, klingelt ein Nachbar oder kommt jemand aus der Familie vorbei und fragt um Rat und Hilfe.

Deshalb frage ich mich jetzt, ob es nicht möglich wäre, mit meinem Talent und meinem Hobby auch Geld zu verdienen. Bedarf gibt es offensichtlich genug. Schon bei mir im Wohnblock könnte ich bei mehr als 20 Nachbarn tätig werden, während diese dann z. B. auf Städtereisen Dresden oder Berlin erkunden. Die Frage ist nur: Wie viel wären sie bereit, für meine Arbeit zu bezahlen? Und: Würde es mir dann eigentlich noch Spaß machen, weil ich ja dann einen gewissen Leistungsdruck hätte?

Bisher war ich nicht sonderlich traurig, wenn ich auf ein Inneneinrichter gesucht Inserat eine Bewerbung losschickte und eine Absage bekam. Denn wenn ich den ganzen Tag nur für andere arbeiten müsste, hätte ich kaum noch Zeit und Lust, meine eigenen 4 Wände zu dekorieren. Andererseits könnte ich mir vom verdienten Geld dann endlich die Doppelrollos kaufen, die ich mir schon so lange wünsche. Es hat also alles seine Vor- und Nachteile, wichtig ist nun für mich herauszufinden, was für mich besser ist.

Zunächst werde ich bei meinem nächsten Einsatz in 4 Wänden mal testen, wie die Bewohner auf eine Preismitteilung reagieren. Da werde ich ja schnell sehen, ob ich von meiner Arbeit auch leben könnte. Allerdings sollte ich mich dann auch noch mit Buchhaltung, Steuern usw. befassen, was wiederum viel Geld und Zeit kostet. Andererseits könnte ich als Unternehmer die Mehrwertsteuer sparen und Gardinen mit Kunstaufdrucken günstig im Internet oder Großhandel bestellen. Eine schwierige Entscheidung, die vorher gut überlegt und kalkuliert werden muss, ist das auf jeden Fall.

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